Aufschwung in den 50er Jahren
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© Foto: Walter Sauter  |
| Kälberau „Maria zum rauen Wind“ |
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„Im welligen Kahlgrund liegt zu Füßen des Hahnenkammes am Rande des Spessart der Ort Kälberau. Die Weinberge des Untermain schieben sich dicht heran. Am Ende des Dorfes erhebt sich die alte Wallfahrtskirche auf leicht ansteigendem Hügel.“ So beschreibt der Kirchenführer der Kirche „Maria zum rauen Wind“ die Lage der Pilgerstätte. Seit alters her finden Wallfahrten zur Doppelkirchenanlage von Kälberau statt.Ziel der vielen Pilger ist das Gnadenbild, eine gotische Madonna mit Kind, etwa um 1380 entstanden. Die 50 Zentimeter hohe Figur steht seit 1957 in einer Mandorla über dem Altarblock und Tabernakel im Chorraum der alten Kirche. Zuvor hatte sie im um 1500 an die Kirche angebauten nördlichen Seitenschiff gestanden. Die alte Gnadenkapelle wurde 1955/57 abgerissen und an ihrer Stelle der Zwischenbau zur neuen Kirche errichtet. Die Wallfahrt nach Kälberau hat Höhen und Tiefen überstanden. Eine Zeit lang in Vergessenheit geraten erlebte sie vor allem nach dem Ersten und nach dem zweiten Weltkrieg einen erneuten Aufschwung. Auch der gelungene Neubau in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und die Berufung der Pallottiner als Seelsorger haben positive Akzente gesetzt und wieder mehr Gläubige angezogen. Heute ist Kälberau ein wahrhaft lebendiger Wallfahrtsort, der sich mit Einkehrtagen, Jugendgottesdiensten und durch die Pflege von alter und neuer Kirchenmusik einen Namen gemacht hat.
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