In beschaulicher Waldeinsamkeit
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© Anja Legge  |
| An den einst von Weinreben bestandenen Hang des Steinthals oberhalb von Hammelburg schmiegt sich das Wallfahrtskirchlein Maria Steinthal. |
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Dass es Orte mit einer besonderen spirituellen Anziehungskraft gibt, davon sind viele Menschen felsenfest überzeugt. Auch die heimelige Wallfahrtskapelle Maria Steinthal ist – nicht nur dem Empfinden der Hammelburger nach – ein solcher Ort, an dem Menschen Kraft und Zuversicht tanken können. Oberhalb der alten Weinstadt Hammelburg führt ein schmales Seitental des Saaletals, Steinthal genannt, den Berg hinauf. Folgt man diesem früheren Hauptweg nach Würzburg, gelangt man heute zum Truppenübungsplatz Hammelburg. Doch obwohl die alten Verbindungen gekappt sind, lohnt es sich noch immer, den alten Pfad zu beschreiten: So gelangt man nach etwa 100 Metern zur romantisch gelegenen Wallfahrtskapelle Maria Steinthal, die sich inmitten einer beschaulichen Waldlichtung an den einst von Weinreben bestandenen Hang schmiegt, während von der Spitze des Dachreiters eine vergoldete Muttergottes Wanderer zur stillen Einkehr ruft. Die Entstehungslegende erzählt von einem Müller, der beim Durchreiten des Steinthals einen Blutsturz erlitt und aus Dankbarkeit für Errettung aus Todesgefahr im Jahr 1716 an der Stelle der heutigen Kapelle ein Heiligenhäuschen mit einer Marienstatue errichtete; der Kirchenbau entstand in den Jahren 1739 bis 1742. Heute finden neben einigen Bitt- und Dankprozessionen aus der Umgebung sowie rund 30 Gruppen vor allem Einzelpilger ins romantische Steinthal. Zudem ist das Kirchlein mit seinen zahlreichen Darstellungen aus dem Leben Mariens eine echte Familienkirche und ein wichtiger Andachtsort für die Menschen im Saaletal. Anja Legge
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