Im romantischen Saaletal
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© Anja Legge  |
| Im Jahr 1453 wurde die am östlichen Ortsausgang von Unterebersbach gelegene Maria-Schnee-Kirche erstmals urkundlich erwähnt. |
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Am Rande des so genannten Salzforsts bei Bad Neustadt liegt ein Marienwallfahrtsort, der gerade wegen seiner stillen Lage abseits großer Wege eine Reise wert ist: Unterebersbach, romantisch an den Oberlauf der Saale geschmiegt, lockt mit seiner unscheinbaren, aber wunderschönen Wallfahrts- und Pfarrkirche Mariä Verkündigung. Der Sage nach entstand das Kirchlein zum Dank für die wundersame Errettung eines Jägers, der sich hoffnungslos im Salzforst verirrt hatte. Darüber hinaus wird das heimelige Gotteshaus im Volksmund auch Maria-Schnee-Kirche genannt. Seit 1723 hängt hier nämlich eine Kopie des hochverehrten Gnadenbildes „Salus Populi Romani“ aus der römischen Kirche Santa Maria Maggiore, das an das legendäre Maria-Schnee-Wunder erinnert. Trotz aller Schönheit des Ortes besaß Unterebersbach nie eine große Wallfahrtstradition; die Bedeutung der 1453 erstmals erwähnten und 1588 durch Julius Echter vergrößerten Kirche beschränkte sich vielmehr auf die nähere Umgebung. Einzig der 5. August ist über die Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Festtag im Unterebersbacher Kalender geblieben: Dann feiern die Einheimischen das Maria-Schnee-Fest und zahllose Ehemalige strömen in die kleine Rhöngemeinde. Anja Legge
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